17. Juni 2026
Burnout ist allgegenwärtig. Entweder hattest du selbst schon mal mindestens 1 Burnout oder du kennst jemanden, der schon mal mindestens eins hatte – stimmt´s?
Burnout ist allerdings ein weiter Begriff für verschiedene Stadien und Zustände: Manche kennen es, über einen langen Zeitraum erschöpft zu sein und wenig Energie zur Verfügung zu haben. Manche sind mental oder emotional ausgelaugt und haben wenig bis keine Kapazität für die Bedürfnisse und Emotionen anderer Menschen. Manche kommen im Extremfall nicht mehr aus dem Bett, weil der Körper ganz klar signalisiert: Es reicht!
Es geht nicht darum, etwas als besser oder schlechter einzuordnen und sich so mit anderen zu vergleichen. Burnout ist vielmehr eine Form der Kommunikation der Seele, dass etwas gewaltig schief läuft – sei es beruflich oder privat. Es ist ein Zeichen, dringend innezuhalten und mit sich selbst einzuchecken:
- Was will ich eigentlich wirklich (wenn ich keine Erwartungen mehr erfüllen muss)?
- Wenn alles möglich ist, wie will ich es haben? (meine Lieblingsfrage in Coachinggesprächen, mit der die meisten erstmal überfordert sind)
- Inwiefern weicht meine aktuelle Realität von meinem Wunschleben ab?
Wichtig: Manche Menschen wissen ganz genau, was sie wollen. Manche wünschen sich eher innere Zustände und Gefühle. Und für manche geht es nicht darum zu wissen, was in 1, 5 oder 10 Jahren ist, sondern darum, das zu leben, was sie jetzt gerade glücklich macht.
Burnout: Du arbeitest nicht zwangsläufig zu viel – Du lebst zu wenig!
Üblicherweise gehen die meisten davon aus, dass Burnout davon kommt, dass sie zu viel arbeiten. Aus meiner Sicht ist das nur ein Teil der Story.
Ich stelle in diesem Artikel einfach mal die These auf, dass es nicht liegt, dass wir einfach nur zu viel arbeiten. Es liegt daran, dass wir zu wenig leben.
Dass wir nicht lebendig genug sind. Dass wir zu viel vorgeben, jemand zu sein, der wir nicht sind. Uns zu sehr anpassen an die Gesellschaft, an Erwartungen, an das, wie es uns vorgegeben wird und wie “man es eben macht”.
“Die Seele will frei sein”, ist zum einen der Titel eines guten Buches von Micheal A. Singer. Zum anderen ist es genau das, was ich fühle, wenn ich über das Leben und unseren Purpose als Menschen nachdenke.
Je mehr wir es schaffen, wirklich das zu leben, was uns lebendig fühlen lässt, was uns Freude und Energie schenkt, desto weniger Burnout erleben wir. Desto gesünder sind Menschen – und desto gesünder ist die Gesellschaft.
Warum Anpassung an (gesellschaftliche) Erwartungen auslaugt
Wer mich kennt, weiß: Ich reise für mein Leben gerne, spreche verschiedene Sprachen, liebe surfen und bin gerne in der Sonne und am Meer. Ich liebe es, mit Gleichgesinnten zusammen zu sein. Ich laufe für mein Leben gerne und genieße es so sehr, den jetzigen Moment wirklich auszukosten.
Für mich gibt es kaum etwas, das mich lebendiger fühlen lässt, als zu surfen. Und abends richtig hungrig zu sein, weil ich den ganzen Tag die Dinge gemacht habe, die ich liebe, mit anderen draußen in der Natur, die es genauso lieben wie ich. Um dann in einem Portugiesischen Restaurant fangfrischen Fisch zu essen und gemeinsam den Tag ausklingen zu lassen.
Ein Gefühl, das ich 0,0 habe, wenn ich 5 Tage pro Woche, 8 Stunden am Tag vor meinem Laptop sitze. Und am besten abends noch Fernsehen gucke (der nächste Bildschirm), um runterzukommen.
Deshalb verreise ich so oft ich kann. Aktuell (Juni 2026) bin ich seit einigen Wochen in Portugal. Eigentlich war Lissabon für einen ganzen Monat geplant, aber das Leben hat mich auf seine Art in den Süden gebracht, nach Sagres an die Algarve.
In einer herausfordernden Situation bin ich auf einen Co-Living / Co-Working / Surfing Space gestoßen: ein Haus mit anderen Reisenden, die, wie ich, reisen, surfen und von überall aus arbeiten können.
Überraschenderweise habe ich hier alles vereint, was mir entspricht und was ich liebe. Also habe ich meine Zeit hier spontan verlängert – ohne aufs Geld zu schauen und einfach, weil ich mich hier so lebendig und voll im Moment angekommen fühle.
Was mir seitdem auffällt: Menschen fragen mich, wann ich denn mal müde werde. Ich bin hier so viel aktiver als in Deutschland: surfen, Sonne, Begegnungen, Bewegung. Und ich habe insgesamt deutlich mehr Energie.
Burnout und Zwangspause 2025 – meine eigene Geschichte
Das steht stark im Kontrast zu letztem Jahr.
2022 habe ich ein Online-Business aufgebaut, das anfangs die Gene Keys im Fokus hatte. Ich habe Sessions und Mentorings gegeben, Produkte und einen Podcast kreiert und gutes Geld verdient. Ich dachte, dass ich um jeden Preis Erfolg damit haben muss: Umsatzzahlen, Likes, Follower, Kunden, Podcast KPI´s – das war mein Fokus.
Deshalb habe ich mein Business auf eine Art und Weise geführt, die mir einfach nicht entsprochen hat. Ich hatte den falschen Fokus. Ich dachte: “Wenn ich erst erfolgreich bin und genug Geld verdiene, dann kann ich reisen, surfen und mein Leben genießen.” Die klassische “wenn…, dann…”-Falle.
Ich habe mich nur aufs Business fokussiert und gar nicht mehr auf das, was mir eigentlich Freude macht. Vom lebendig Fühlen war ich ganz weit entfernt – mental und emotional komplett leer und ausgebrannt.
Dazu sei gesagt, dass ich meine Arbeit bereits sehr gerne gemacht habe! Ich habe nur das komplett vernachlässigt, was mich neben der Arbeit erfüllt hat: Hobbies und mein Privatleben.
Körperlich ging es mir noch gut, ich konnte Sport machen. Aber innerlich war der Tank leer. Ich habe eine Pause gebraucht, die mir anfangs extrem Angst eingejagt hat, denn in einer Pause konnte ich ja kein Geld verdienen.
Meine Gesundheit war mir aber wichtiger, also bin ich gereist, war surfen – und genau das hat mich zurückgeholt. In meinen Körper, in meine Energie.
Wie unaufgearbeitete Emotionen uns Energie kosten – der Mechanismus dahinter
Viele haben als Kinder gelernt, dass sie geliebt werden, wenn sie sich anpassen. So bekommen sie ihre Bedürfnisse erfüllt, werden gesehen und angenommen.
Nicht aus böser Absicht – aber was wir dadurch lernen: zu verleugnen, wer wir wirklich sind. Wir unterdrücken unsere wahren Bedürfnisse und Gefühle. Nur all diese unterdrückten Gefühle bleiben in uns. Sie stecken fest und bilden so etwas wie eine Blockade. Blockaden zeigen sich als Angst, Trigger oder Schatten. Die dann dafür sorgen, dass wir getriggert sind – manchmal innerhalb von Millisekunden, ohne zu wissen, warum.
Das kostet permanent Energie. Genau diese unterdrückten Emotionen und Bedürfnisse, die Blockaden, Ängste, Trigger und Schatten laufen die ganze Zeit im Hintergrund – ohne dass wir es merken.
EMDR bewirkt, dass sich eingeschlossene Emotionen und unterdrückte Gefühle lösen können, unverarbeitete Erfahrungen durchgeführt und letztlich integriert werden. Belastende und traumatische Erlebnisse können so auf einfache und nachhaltige Art und Weise verarbeitet werden.
In meinem Blog Artikel “Was ist EMDR? Und warum wirkt es so verdammt befreiend?” gehe ich genauer auf die Wirkweise von EMDR ein. Wenn du tiefer in das Thema eintauchen möchtest, dann empfehle ich dir diesen Blogartikel von Herzen.
Wie EMDR dir Energie zurückgibt
Meine eigene Erfahrung und die Erfahrungen meiner Klienten zeigen, dass wir mit EMDR nicht nur unaufgearbeitete Emotionen in der Tiefe lösen und dadurch die Schwere aus belastenden Erfahrungen nehmen können, sondern dass dadurch gleichzeitig auch Energie zurückkommt.
Mithilfe von EMDR können Belastungen, Emotionen und Erinnerungen endlich vollständig im System integriert werden. Das Ergebnis: Sie triggern nicht mehr. Die Erinnerung ist noch da, aber es fühlt sich an, als wäre das in einem anderen Leben passiert – es macht nichts mehr mit dir.
Das gibt Energie zurück. Unser Nervensystem und Gehirn sind permanent damit beschäftigt, Sicherheit herzustellen. Insbesondere die Amygdala ist darauf ausgelegt, mögliche Gefahren innerhalb von Sekunden zu erkennen und entsprechende Signale (flacher Atem, weniger Hunger, Adrenalin-Ausschüttung etc.) anzuregen, um schnellstmöglich der Gefahr zu entkommen. Doch diese Funktionsweise, die wir in der Steinzeit dringend gebraucht haben, ist heutzutage eigentlich nicht mehr notwendig.
Machen wir nämlich eine schockierende Erfahrung, die belastende Gedanken und Gefühle nach sich zieht oder erleben wir Angst über einen längeren Zeitraum, ist unser gesamtes System damit beschäftigt, sämtliche auslösende Situationen zu vermeiden. Wir entwickeln unbewusste Schutzmechanismen, um nicht denselben herausfordernden Gefühlen (die mit der Gefahr verknüpft werden) ausgesetzt zu sein.
Solche Schutzmechanismen können sein:
- sich anpassen (an Menschen, Bedürfnisse, Umstände, Gesellschaft), um geliebt zu werden (People Pleasing)
- Hustlen und die eigenen Grenzen überschreiten, um anerkannt und gesehen zu werden (Leistungsdruck)
- etwas immer auf Morgen verschieben (morgen kommt nie) und mit 1000 anderen Dingen beschäftigt sein, um sich der Konsequenz nicht auszusetzen, wenn dieses “etwas” tatsächlich real wird (Prokrastination)
- etwas zig mal überarbeiten und ändern, damit es möglichst perfekt ist, weil man Angst hat, Fehler zu machen oder zu versagen (Perfektionismus, Versagensangst)
- wenn man etwas veröffentlicht hat, z.B. auf Social Media, permanent gucken, welche Reaktionen man bekommt und die Reaktionen anderer managen, dazu neigen zu über-erklären etc. (Kontrollzwang)
- etwas sanfter formulieren, als eigentlich, damit es alle verstehen und niemand einen ablehnen kann (People Pleasing, Kontrollzwang)
- sich nicht zeigen oder nur kontrolliert, bewusst performen, um nicht verurteilt oder abgelehnt zu werden für den Menschen, der man eigentlich ist
All diese Schutzmechanismen kenne ich entweder selbst, oder habe sie bei Klienten erlebt. Es gibt noch etliche weitere, die gesellschaftlich durchaus auch anerkannt sind, z.B. das good-girl, das immer lieb und höflich ist und nirgends aneckt. Genau das macht es uns aber auch schwerer, solche Verhaltensweisen abzulegen.
Seitdem ich EMDR bei meinen Klienten anwende, bekomme ich ähnliches Feedback:
Alle meine Klientinnen berichten zum Einen davon, dass sie sich leichter fühlen und dass die Belastung gesunken ist. Das ist das primäre Ziel.
Sie berichten aber auch davon, dass sie wesentlich mehr Energie haben. Sie sind nicht mehr so schnell müde und haben ein “fluffiges” Gefühl nach den Sessions, als würden sie auf Wolken schweben.
Während und direkt nach einer Session ist es ganz normal, dass man erschöpft ist. Langjährig unterdrückte Gefühle aufzuarbeiten, ist anstrengend. Das kann ich nicht leugnen.
Aber hinterher kommt ein Gefühl zurück, das sich ganz anders anfühlt: leichter und wesentlich freier.
Ein toller Nebeneffekt: Viele berichten, dass sie besser und tiefer schlafen. Wenn wir besser schlafen, sind wir morgens erholter – auch das gibt Energie zurück.
Weniger Trigger, mehr Leben: was sich wirklich verändert
Wenn diese unterdrückten Gefühle aufgearbeitet und integriert sind, passiert Folgendes:
EMDR löst Blockaden auf, die du vorher als Trigger wahrgenommen hast.
Dadurch:
- bist du viel weniger getriggert oder aufgebracht im Alltag.
- ruhst du mehr in dir.
- gehst du entspannter durch den Tag.
- wahrst du deine eigenen Grenzen.
- priorisierst und respektierst dich und das, was du wirklich willst – unabhängig von dem, was die Gesellschaft von dir erwartet oder was du familiär gelernt hast.
Du bist viel mehr der Mensch, der du wirklich bist, wenn du nicht mehr funktionieren musst. Wenn du nicht mehr nach den Erwartungen anderer lebst, sondern nach deinen integeren Werten und Herzenswünschen.
Denn sind wir weniger getriggert und ruhen mehr in uns, tun wir mehr von dem, was uns wirklich Energie gibt. Nicht das, was uns angeblich Erfüllung bringen soll – Geld, Erfolg, Macht und Anerkennung.
Meine Erfahrung – und die vieler anderer – hat gezeigt: Sich an Erwartungen anderer oder der Gesellschaft anzupassen, kostet Energie. Lebendig sein gibt Energie zurück.
Du bist viel mehr du. Zeigst dich, bist dabei fehlbar und unperfekt. Andere können sich leichter mit dir connecten.
Du lebst nach deinen Regeln, bist integer. Und: Du bist lebendig.
Fühlst du dich erschöpft, obwohl du schon weniger machst?
Oder funktionierst du und passt dich an – obwohl eigentlich richtig viel in dir brodelt, das ausbrechen will?
Dann steckt da wahrscheinlich mehr dahinter als nur Erschöpfung – nämlich unterdrückte Gefühle und Muster, die permanent im Hintergrund laufen und dich auslaugen. Genau da setzt EMDR an.
EMDR ist genau der richtige Schritt, wenn du eine Angst, eine Blockade oder ein Muster auflösen möchtest, das dich schon viel zu lange begleitet,
Wenn du ready bist, emotional aufzuräumen und dich wirklich frei zu machen von alten Belastungen, dann buch dir gerne deine 1:1 EMDR Session (online) mit mir.
Hier kommst du ganz leicht zu meinem Kalendertool, wo du dir deinen Termin bequem aussuchst, bezahlst und direkt zum Onboarding-Formular weitergeleitet wirst.
Du möchtest direkt tiefer einsteigen? Ich habe noch maximal 1-2 Plätze für „Breaking Free: Löse auf, was zwischen dir und deiner Freiheit steht“
– ein Paket von 3 EMDR Sessions (online). Melde dich dafür einfach per Mail love@marieredecker.de.
Hast du Fragen? Schreib mir eine E-Mail oder eine Nachricht bei Instagram.
Love, Marie
Weitere Ressourcen:
„Was ist EMDR? Und warum wirkt es so verdammt befreiend?“
„Selbstwirksamkeit durch EMDR: Wie du leicht und selbstbewusst lebst“


