04. Juni 2026
Falls du fragst: “Was ist EMDR eigentlich?”, dann welcome – hier bist du richtig!
Hi, ich bin Marie. Mentorin. Astrologin. Gene Keys Guide. Brainlog® und EMDR Practitioner. Reisende. Surfende. Spirituelle und ewig wachsende, freie Seele. Nach Jahren der inneren Arbeit hat EMDR meinem Tool-Koffer den letzten Schliff gegeben. Seitdem möchte ich es nicht mehr missen.
EMDR beruht auf bilateraler Stimulation. Mit bilateraler Stimulation arbeite ich bereits seit Jahren, in meinen eigenen Prozessen und auch in meinen Mentorings mit meinen Klienten.
Bilaterale Stimulation aktiviert abwechselnd die rechte und linke Gehirnhälfte (Hemisphären) durch visuelle, auditive oder taktile Reize, z.B. Tapping. Sind beide Gehirnhälften parallel aktiv, wird der Zugang zum Unterbewusstsein möglich bzw. enorm vereinfacht.
Das ist sehr hilfreich, wenn es darum geht, das alte Denken, Fühlen und Wahrnehmen zu verändern und das Gehirn umzuprogrammieren. Insbesondere in der tiefgreifenden inneren Arbeit, die ich mit meinen Klienten an der eigenen inneren Sicherheit und einem unerschütterlichen Selbstwertgefühl mache, ist die bilaterale Stimulation nicht mehr wegzudenken.
Seitdem ich eine umfangreiche EMDR Ausbildung gemacht habe, und es direkt bei mir selbst und meinen Klienten angewendet habe, hat sich echt nochmal ein Schalter umgelegt.
Bisher konnte ich in Healing Sessions zum Ursprung einer Erfahrung gehen (üblicherweise in den ersten 7 Jahren der Kindheit) und diese Erfahrung nachnähren und nachversorgen, sodass ein neues sicheres Gefühl entstehen und wachsen konnte.
Seitdem ich EMDR anwende, ist eine ganz neue Welt aufgetan: Während einer Session zeigt sich nicht nur die Ursprungserfahrung, sondern es zeigen sich alle relevanten Erfahrungen, die zur Intensivierung des emotionalen Triggers beigetragen haben oder Emotionen, die jetzt endlich raus wollen – zeitgleich werden sie im Unterbewusstsein und im Nervensystem direkt umgeschrieben.
Das Ergebnis: Die Emotionalität geht raus. Der Körper ist entspannt. Das Nervensystem ist nicht mehr in ständiger Aufruhr oder geht sofort in eine Schutz- / Abwehrhaltung (Widerstand).
Meine persönliche Grundannahme ist, dass wir aus dem Flow des Lebens geraten, wenn wir in den Widerstand mit einer Situation gehen. Widerstände werden verursacht durch Ängste, Blockaden, eingeschlossene Emotionen und alte Narrative, die wir familiär oder gesellschaftlich übernommen haben.
Sind wir im Flow mit dem Leben, leben wir in Kohärenz. Dann sind Körper, Emotionen, Gedanken und unsere Umwelt im Einklang und Lebensereignisse fließen wieder. Das Leben wird leichter.
Was bedeutet EMDR?
EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing – auf Deutsch: Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen.
Die US-amerikanische Psychologin Dr. Francine Shapiro entdeckte 1987 durch Zufall, dass ihre belastenden Gedanken und Ängste verschwanden, als ihre Augen durch das wechselnde Licht- und Schattenspiel zwischen den Bäumen hin und her wanderten. Die Grundlage für EMDR war geboren.
Aus dieser spontanen Erkenntnis heraus erforschte sie den Effekt weiter und entwickelte daraus das strukturierte Therapieverfahren EMDR, das heute weltweit erfolgreich bei der Behandlung von Traumata und Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) eingesetzt wird.
Welche Formen gibt es?
EMDR wird über einen oder mehrere Sinneskanäle gleichzeitig angewendet (Doppel-Stimulation):
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- Visuell: Geführte Augenbewegungen, bei denen man mit den Augen einem Finger oder Lichtpunkt von links nach rechts folgt.
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- Taktil (Kinästhetisch): Abwechselndes Berühren oder Tappen der rechten und linken Körperseite, z. B. Oberarme, Schultern oder Oberschenkel.
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- Auditiv: Ein Ton oder Musikstück wird abwechselnd auf dem linken und rechten Ohr abgespielt.
Wie wirkt EMDR im Gehirn?
Üblicherweise starren wir Menschen mit den Augen, wenn wir eine schockierende, Angst einflößende oder traumatische Erfahrung machen. Belastende Erlebnisse werden im Gehirn in einer Art Rohform abgespeichert, sie werden nicht richtig verarbeitet und nicht integriert.
Diese belastenden Erfahrungen bleiben jederzeit im Unterbewusstsein abrufbar und lösen immer wieder dieselben emotionalen und körperlichen Reaktionen aus, auch Jahre später noch.
Deshalb können kleine, unbemerkte Auslöser, die ursprüngliche belastende Erfahrungen in Sekundenschnelle triggern. Gefühlt sind wir in Millisekunden wieder mitten in der alten Erfahrung.
Durch die gleichzeitige abwechselnde Augenbewegung und das nochmalige Erleben der triggernden Situation kann die Starre, der Schock, prozessiert werden. Die eingeschlossenen Emotionen fließen. Der Prozess ähnelt dem, was das Gehirn im REM-Schlaf natürlich macht.
Das Ergebnis: Die Erinnerung verliert ihren emotional aufgeladenen Charakter. Sie ist noch da, aber sie triggert nicht mehr. EMDR integriert nicht nur Gedanken und Gefühle, sondern nimmt das Nervensystem gleich mit.
Die Wirkweisen von EMDR in der Übersicht:
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- Verstand und Gefühle verknüpfen sich: Die bilaterale Stimulation hilft dem Gehirn, blockierte und emotional überwältigende (unterdrückte) Erinnerungen neu zu verdrahten, so dass sie unterbewusst integriert werden können.
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- Das Nervensystem wird entlastet: Die bilaterale Stimulation signalisiert dem Stammhirn (der älteste und ursprünglichste Teil des Gehirns), dass aktuell keine Bedrohung vorliegt. Das hilft, den Körper aus dem „Überlebensmodus“ (Fight / Flight / Freeze / Fawn) in die Entspannung zu bringen.
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- Die “Gehirnchemie” wird gefördert: EMDR stimuliert die Produktion von Botenstoffen wie Acetylcholin, das für die emotionale Verarbeitung zuständig ist und der REM-Schlafphase ähnelt, in der die geistige Regeneration stattfindet.
- Man distanziert sich gedanklich: Die emotionale Intensität der belastenden Gedanken nimmt deutlich ab, wodurch das Erlebte seinen Schrecken verliert und als „normale“ Erinnerung abgespeichert werden kann.
Für wen ist EMDR und wofür?
EMDR wurde zunächst in der Behandlung von PTBS (Traumatherapie) erfolgreich eingesetzt. Heute wird EMDR überall dort eingesetzt, wo sich etwas festgefahren hat.
Dafür müssen wir nicht alles wissen, um die befreiende Wirkweise zu spüren. Wenn du also nicht weißt, woher ein bestimmtes Verhalten kommt, dann ist das für EMDR erstmal grundsätzlich kein Hindernis.
EMDR lässt sich aber auch besonders gut dort einsetzen, wo man trotz Bewusstsein nicht vorankommt, wo sich etwas festgefahren hat, z.B.:
Du willst schon längere Zeit dein Coaching/Healing Angebot sichtbar – und damit buchbar – für andere machen und 1000 andere Dinge sind immer wichtiger, so dass du den Launch permanent aufschiebst. (Nervensystem im Flight / Freeze-Modus)
oder
Du hast vielleicht deine Dienstleistung sichtbar und buchbar gemacht und kommst aus dem Hustle und Leistungsdruck nicht raus: Du denkst ununterbrochen darüber nach, wie du erfolgreich damit sein kannst, checkst minütlich deine KPIs und bist gedanklich permanent im Stress – du kannst nicht abschalten (Nervensystem im Fight-Modus)
oder
Du zeigst dich mit deinem Angebot öffentlich (auf Instagram, in einem Podcast, auf LinkedIn etc.), doch vor lauter Angst, verurteilt und abgewertet zu werden, passt du deine Perspektive und deine Sprache an, sodass es alle verstehen und sich niemand auf den Schlips getreten fühlt. Deine eigentliche Stimme unterdrückst du. (Nervensystem im Fawn-Modus)
Die EMDR Anwendungsbereiche in der Übersicht:
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- Traumatherapie: Zur Linderung von belastenden Bildern, Flashbacks oder posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS).
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- Ängste und Phobien: Beruhigung bei Prüfungsangst, Panikattacken oder generellen Ängsten.
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- Stressbewältigung: Zur Beruhigung in akuten Stresssituationen (z. B. durch „Klopfen“ oder spezielle auditive Klänge).
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- Chronische Schmerzen
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- Depression und Trauer
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- Leistungsblockaden: Im Coaching/Mentoring, um festgefahrene Denkmuster aufzubrechen.
Wie fühlt sich eine EMDR Session an?
Ich sage immer, dass sich EMDR wie eine Katharsis, wie eine emotionale und mentale Reinigung anfühlt. Es kann sehr intensiv im Moment sein. Danach sind meine Klienten oft erstmal erschöpft. Aber alle berichten von einer positiven Erschöpfung. Kurze Zeit später, manchmal auch schon direkt, stellt sich eine deutlich spürbare Erleichterung ein.
Was EMDR so wirkungsvoll macht, ist nicht die Technik allein. Es ist der Raum, der gehalten wird. Denn die bilaterale Stimulation allein bewirkt noch nicht viel.
Es sind vielmehr die psychologischen Grundlagen, die die EMDR Practitioner zur Verfügung stellen muss, um einen geschützten Raum zu kreieren, in dem Durchbrüche ablaufen können.
Der Raum (offline wie online) braucht:
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- Sicherheit, die du brauchst, um wirklich in den Prozess gehen zu können.
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- Vertrauen zum Raumhalter und EMDR Praktizierenden, um nicht versehentlich etwas zurückzuhalten.
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- gezielte Guidance des EMDR Practitioner, der dich durch den Prozess führt, ohne dich zu überfordern. Er/sie ist es auch, der/die erkennt, wenn dein Bewusstsein abrutscht (dissoziiert), und dich auf gesunde Art im Prozess hält.
Es ist erstaunlich, wie schnell und genial das Gehirn beschützt, wenn es in riskante Erinnerungen einsteigt. Die Neigung zu dissoziieren kommt dabei häufiger vor, als man denkt.
Meine persönliche Erfahrung mit EMDR
EMDR hilft mir in jeder Situation, in der ich mich ängstlich, eingeengt, bedroht oder angegriffen fühle. Ich stelle immer wieder fest, dass das oft damit zusammenhängt, dass ich mich als Opfer eines Umstandes fühle.
EMDR hilft mir nicht nur, den Zusammenhang zu erkennen, sondern auch, die emotionale Ladung sicher herauszulassen und einen radikalen Mindset- und Verhaltens-Shift herbeizuführen, der vorher in der getriggerten Emotion gar nicht möglich war.
So kann ich sehr leicht raus aus der anfänglichen Opfer-Position und rein in einen inneren Zustand, in dem ich wesentlich handlungsfähiger bin. Und das oft schon innerhalb von 15-20 Minuten.
Was mir EMDR persönlich geschenkt hat: Freiheit.
Ich fühle mich nicht mehr in mir gefangen. Ich kann Situationen, die mir vorher Angst gemacht haben, entspannter begegnen und die Angst ohne große Probleme überwinden. So wachse ich regelmäßig über meine eigenen Grenzen hinaus: egal ob finanziell, in Beziehungen oder auch emotional/mental, wenn ich bspw. surfe (ich hatte Angst vor großen Wellen ;))
Was EMDR von anderen Methoden unterscheidet
EMDR ist KEIN jahrelanges Analysieren oder darüber reden. Es ist auch KEIN endloses Wiederholen.
Es ist stattdessen direkt, gezielt, nachhaltig und erstaunlich kurzweilig. Wenige Sessions können ausreichen, um eine belastende Erfahrung neu zu programmieren.
Ich bin immer wieder erstaunt, wie clever das Unterbewusstsein ist und was sich während einer Session zeigt. Die Zusammenhänge, die sich zeigen, die eingeschlossenen Emotionen – das hätte unser Verstand niemals so schnell offenbart (wenn überhaupt).
Wenn du dich hier wieder erkennst und eine Angst oder unerklärliche Blockade ein für alle Mal auflösen möchtest, dann buch dir gerne deine 1:1 EMDR Session (online) mit mir.
Hier kommst du zu meinem Kalendertool, wo du dir deinen Termin bequem aussuchst, bezahlst und direkt zum Onboarding-Formular weitergeleitet wirst.
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Weitere Blogartikel „EMDR & Selbstwirksamkeit: Wie du leicht und selbstbewusst lebst“
Weitere Ressourcen: Mein Aligned Impact Podcast

